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17. Supermarkt-Symposium in Darmstadt

Die Zukunft der Kälte- und Klimatechnik im Fokus

Rund 100 Teilnehmer kamen zum 17. Supermarkt-Symposium nach Darmstadt. (Foto: BIV/VDKF)

VDKF-Geschäftsführer Marcel Rehder (links) und BIV-Geschäftsführer Torsten March (rechts) ehrten Irene Reichert für ihre hervorragende Organisationsarbeit für das Supermarkt-Symposium in den vergangenen 17 Jahren.

Bei hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 36 °C trafen sich am 25. Juni 2026 mehr als 100 Vertreter aus Handel, Industrie, Planung, Anlagenbau und Fachhandwerk zum 17. Supermarkt-Symposium in Darmstadt. Die gemeinsame Veranstaltung des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV) und des Verbands Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) stand unter dem Leitthema „Der Supermarkt der Zukunft“ und bot mit insgesamt 13 Fachvorträgen einen umfassenden Überblick über die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Kälte- und Klimatechnik für den Lebensmittel-Einzelhandel.
Die außergewöhnlich hohen Außentemperaturen am Veranstaltungstag unterstrichen eindrucksvoll die zentrale Bedeutung leistungsfähiger, sicherer und energieeffizienter Kälte- und Klimasysteme. Entsprechend groß war das Interesse der Teilnehmer an den praxisnahen Vorträgen und Diskussionen. Von vielen Seiten wurde sowohl die professionelle Organisation als auch die hohe fachliche Qualität des Programms ausdrücklich gelobt.
Das Supermarkt-Symposium hat sich in den vergangenen Jahren als führende Plattform für den Austausch zwischen Handel, Industrie, Planern und Fachhandwerk etabliert. Gerade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen – geprägt durch steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Digitalisierung und Betriebssicherheit – bietet die Veranstaltung wertvolle Orientierung und konkrete Impulse für strategische Entscheidungen.

Referenten des Supermarkt-Symposiums mit den Verantwortlichen von BIV und VDKF (Foto: BIV/VDKF)

Ein zentraler Schwerpunkt war die Frage, wie der Supermarkt der Zukunft technisch, wirtschaftlich und regulatorisch gestaltet werden kann. Dabei spielten natürliche Kältemittel eine wichtige Rolle. Mehrere Vorträge beschäftigten sich mit aktuellen Entwicklungen beim Einsatz von CO₂ und Kohlenwasserstoffen sowie mit den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen in Neu- und Bestandsanlagen. Auch Aspekte der Risiko- und Effizienzbewertung sowie praktische Erfahrungen aus realisierten Projekten wurden beleuchtet.
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die regulatorischen Rahmenbedingungen. Die Auswirkungen der europäischen F-Gase-Verordnung sowie der Chemikalien-Klimaschutzverordnung auf die Zertifizierungsvorgaben für den Umgang mit Kältemitteln wurden ebenso diskutiert wie neue Anforderungen an die Cybersicherheit. Vor dem Hintergrund der NIS2-Richtlinie und des Cyber Resilience Act wurde deutlich, dass Kälteanlagen zunehmend Bestandteil kritischer digitaler Infrastrukturen werden.
Großes Interesse fanden zudem Praxisberichte zu ganzheitlichen Klimatisierungskonzepten, Waterloop-Systemen, Wärmerückgewinnung aus CO₂-Kälteanlagen sowie intelligente Lösungen zur bedarfsgerechten Kühlung von Kühlräumen. Ergänzt wurde das Programm durch Erfahrungsberichte aus dem Supermarktbetrieb, Sicherheitsaspekte sowie einen Ausblick auf künftige Fördermöglichkeiten für Kälteanlagen und Effizienzmaßnahmen.
Das Symposium zeigte, dass die Branche bereits heute an den Lösungen für morgen arbeitet. Energieeffizienz, Versorgungssicherheit, Digitalisierung und der Einsatz natürlicher Kältemittel werden die Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Das 17. Supermarkt-Symposium machte deutlich: Die Kälte- und Klimatechnik ist längst weit mehr als reine Kühlung – sie entwickelt sich zunehmend zum zentralen Baustein eines nachhaltigen, wirtschaftlichen und zukunftsfähigen Supermarktes.

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